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16 Links zu Presseartikeln und TV-Sendungen betr. FINK/KC etc.
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In die Homepage gestellt am 01.02.2001 - Quelle:
http://www.ndrtv.de/plusminus/20000321/1_archiv.html
„Drei-Länder-Fonds“
Als der „Mercedes unter den Kapitalanlagen“ wurde der größte geschlossene
deutsche Immobilienfonds einst angepriesen. Rund 20.000 Anleger haben diesem
Qualitätsversprechen geglaubt und etwa 1,3 Mrd. Mark in den Drei-Länder-Fonds
94/17 investiert.
Mit ihrem Geld wurde unter anderem das Musicaltheater in Stuttgart gebaut. Das
große Versprechen des Fonds-Initiators Walter Fink war 7% jährliche
Ausschüttung, Steuerersparnis und eine Risikoverteilung durch Geldanlage in drei
Ländern. Neben den deutschen Musicalhallen, sollten Wertpapiere in der Schweiz
und Wohnanlagen in den USA gekauft werden. Der Hintergrund: kommt eine der
Anlagen in den verschiedenen Ländern in Schwierigkeiten, sollten die anderen zwei
Länder das abfangen – geworben wurde mit der Risikoaufteilung 1/3 pro Land.
Beim Drei-Länder-Fonds 94/17 war das nie so: 54% der Anlagesumme floss in die
Stuttgarter Musicalhalle, das sogenannte SI-Zentrum. Nachdem dessen
Hauptmieter, die Hamburger Stella, Ende vergangenen Jahres quasi pleite war, fiel
die wesentliche Einnahmequelle des Fonds aus. Zwar hat zwischenzeitig die Firma
DEAG des Unternehmers Peter Schwenkow einen Großteil der Musicalaktivitäten
übernommen. Für das Jahr 2000 wurde jedoch für die Musicaltheater eine mietfreie
Übergangphase vereinbart. Die übrigen Mieter des SI-Zentrums zahlen bereits neu
vereinbarte Mieten, aber frühestens im Jahr 2001 fließt wieder eine Basismiete von
rund 34 Mio. DM für das gesamte SI-Zentrum. Damit werden sich die früheren
Mieteinnahmen des Fonds nahezu halbiert haben.
Nach dem Ertragswertverfahren halbiert sich damit auch der Wert der Stuttgarter
Immobilie. Plusminusberechnungen ergeben, dass der wirkliche Wert, bereinigt um
Gewinne beim Bau, sowie Hypothekenkredite, auf rund 100 Millionen Mark zu
schätzen ist. Als Kaufpreis wurden einst 840 Mio. Mark gezahlt.
Um den Ausfall des Hauptmieters aufzufangen, hätten eigentlich die zwei anderen
Säulen des Fonds herhalten sollen, doch auch die reichen nicht aus, um den Fonds
langfristig zu stabilisieren. Der Wert der US-Immobilien, laut Angaben des Fonds-Initiators Walter Fink,
beträgt mindestens 200 Millionen DM. Im Schweizer
Wertpapierdepot befinden sich netto nur rund 90 Mio. DM, das belegen interne
Depotauszüge, die Plusminus vorliegen.
Addiert man die Werte aus den drei Bereichen Musicalimmobilien in Deutschland,
US-Immobilien und Wertpapierdepot in der Schweiz, finden sich im Dreiländerfonds
94/17 nur noch rund 390 Mio. DM – weniger als ein Drittel der 1,3 Mrd. Mark, die
von Anlegern einst eingezahlt wurden.
Dieser Text gibt den korrigierten Inhalt des Beitrags der Sendung „Plusminus“ am
21.03.00 wieder.
Nachtrag
Nach Ausstrahlung unserer Sendung haben wir uns gegenüber dem Dreiländerfonds
94/17 verpflichtet, folgende Behauptungen nicht mehr aufzustellen:
1. Denn für die Stuttgarter Musicalhalle, das sogenannte SI-Zentrum, werden in
Zukunft nur noch maximal rund 40 Millionen bezahlt.
2. Statt der im Prospekt versprochenen fast 800 Millionen sind auf den Schweizer
Wertpapierkonten nur schlappe 90 Millionen DM verfügbar.
3. Der Wert der US-Immobilien geht nicht über 155 Millionen DM hinaus.
Dieser Verpflichtung trägt der oben genannte korrigierte Text Rechnung.
Redaktioneller Stand: 13.12.2000. Redakteur ist H. Holthaus
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Datum der letzten Aktualisierung: siehe AKTUELLES - Chronologie